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Winterdienst bei Straßen.NRW

Bei Straßen.NRW kümmern sich rund 1.400 Straßenwärterinnen und Straßenwärter in 55 Straßenmeistereien Jahr für Jahr im Schichtbetrieb um den Winterdienst, mit dem Ziel, das Straßennetz der Bundes- und Landesstraßen möglichst schnee- und eisfrei zu halten. Die folgenden Seiten geben einen Überblick über den Winterdienst bei Straßen.NRW.

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Daten und Fakten
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Die Wintersaison bei Straßen.NRW läuft offiziell vom 1. November bis 30. April. Hier finden Sie einige Daten und Fakten zur aktuellen Saison und zu langjährigen Erfahrungswerten.

Grundlagen für die Winterdienst-Einsätze

  • Wichtige Straßen für den überörtlichen Verkehr sollen von 6 bis 22 Uhr befahrbar sein; Streckenabschnitte, die im Zusammenhang mit dem BAB-Netz eine herausragende Verkehrsfunktion erfüllen, 24 Stunden täglich. So sieht es das bundesweit gültige "Anforderungsniveau Winterdienst" vor.
  • Befahrbarkeit schließt ein, dass mit Behinderungen bzw. stellenweise auch mit einer geschlossenen Schneedecke auf den Straßen gerechnet werden muss.
  • Eine Garantie oder gar ein Recht auf geräumte und rutschsichere Fahrbahnen gibt es nicht. Im Bundesfernstraßengesetz heißt es dazu: "Die Träger der Straßenbaulast sollen nach besten Kräften ... die Bundesfernstraßen bei Schnee und Eisglätte räumen und streuen."
  • Bei der Planung der Winterdienstrouten müssen Prioritäten und zeitliche Vorgaben berücksichtig werden. Stark frequentierte Straßen und besondere Gefahrenpunkte, wie gefährliche Steigungs- oder Gefällestrecken oder durch Verwehungen gefährdete Abschnitte haben Vorrang im Winterdienst.
  • Auch die Umleitungsstrecken für Autobahnen (Bundes- und Landesstraßen) haben eine hohe Priorität.

Statistik

Straßen.NRW führt originär den Winterdienst außerhalb von geschlossenen Ortslagen auf Bundes- und Landesstraßen durch (=“freie Strecke“). Kreisstraßen oder Ortsdurchfahren von Bundes- und Landesstraßen werden lediglich im Zuge von Vereinbarungen mit Kreisen oder Gemeinden von Straßen.NRW betreut.

Winterdienststrecken von Straßen.NRW

  • Bundesstraßen: rund 3.480 Kilometer (freie Strecke)
  • Landesstraßen: rund 9.640 Kilometer (freie Strecke)
  • Ortsurchfahrten und Kreisstraßen im Zuge von Vereinbarungen

Eingelagertes Salz

  • In den 55 Meistereien und 125 Salzhallen (55 Meisterei- und Außenlagern) lagert Straßen NRW 80.000 Tonnen Streusalz
  • 40.000 Tonnen Streusalz-Reserve befinden sich im Zentrallager Rheinberg
  • Darüber hinaus verfügt Straßen.NRW über einen Liefervertrag mit der Salzindustrie, um eine kontinuierliche Lieferung mit Streusalz zu gewährleisten.

Einsatzkräfte: rund 1.400 Straßenwärter, einschl. Werkstattpersonal

Einsatzfahrzeuge: rund 430 Streu- und Räumfahrzeuge incl. Fremdunternehmer

Technische Ausrüstung: rund 270 Straßenwetterstationen (SWS) dienen der Straßenzustandsüberwachung

Hauptwinterdienstmonate (langjährig): Januar und Februar

Wissenswertes zu Eis und Glätte

  • Blitzeis (meteorologisch "Glatteis"): Entsteht, wenn Regen auf gefrorenen Boden oder unterkühlter Regen (unter 0 Grad Celsius) auf den Boden fällt. Hierdurch entsteht eine sehr homogene und glatte Eisschicht.
  • Glatteis: Homogene Eisschicht, die durch Eisregen (Temperatur der Regentropfen unter null Grad Celsius) oder durch Regen auf eine unterkühlte Verkehrsfläche entsteht.
  • Reifglätte: Entsteht durch Gefrieren von Luftfeuchtigkeit auf der Verkehrsfläche. Häufiges Problem auf Brücken, wenn deren Fahrbahnoberflächen in der Nacht gegenüber der Luft unterkühlen und deren Temperatur unter null Grad Celsius fällt.
  • Schneeglätte: Entsteht durch das Festfahren oder Festtreten einer am Boden vorhandenen Schneedecke
  • Hagelschauer: Treten häufiger in Übergangszeiten oder im Sommer bei Gewitter auf. Da diese räumlich begrenzt und teilweise mit großen Niederschlagsmengen auftreten, sind sie eine große Gefahr für den Verkehrsteilnehmer.

Streusalzverbrauch

Streusalzverbrauch Saison 2020/21: ca. 79.000 Tonnen an den Bundes- und Landesstraßen in NRW

Durchschnittlicher Streusalzverbrauch (letzte 20 Jahre): rund 87.500 Tonnen an Bundes- und Landesstraßen in NRW pro Wintersaison

Grafik: Sreusalzverbrauch

Kosten für den Winterdienst

Kosten Saison 2020/21: circa 24,2 Millionen Euro

 

Die Einsatzplanung
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Die Straßenmeistereien stellen im Vorfeld zum Winter Rufbereitschaftspläne im Schichtbetrieb auf. Von November bis April – im Bedarfsfall auch schon früher oder später – nutzen sie die Wettervorhersagen- und Prognosen des Deutschen Wetterdienstes, um die Einsätze zu planen.

Deutet sich nach den Wettervorhersagen eine winterliche Lage außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeiten an, wird die Rufbereitschaft eingesetzt, damit die Befahrbarkeit der wichtigen Straßen für den überörtlichen Verkehr zwischen 6 bis 22 Uhr bzw. auf Streckenabschnitten, die im Zusammenhang mit dem Autobahnnetz eine herausragende Verkehrsfunktion erfüllen, 24 Stunden täglich, gewährleistet ist. Die Beobachtung der Wetterlage im Einklang mit einer oft langjährigen Erfahrung zeichnet einen guten Winterdienst aus.

Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst

Der Deutsche Wetterdienst und Straßen.NRW haben 1987 und in den Folgejahren ein System entwickelt, das eine regionale (Straßen-) Wettervorhersage- und Prognose anbietet - das "Straßenzustands- und Wetterinformationssystem (SWIS)".

Mittlerweile wird SWIS bundesweit von den Winterdienstorganisationen genutzt. Basis des SWIS sind neben den nationalen und internationalen meteorologischen Daten die Messwerte der Straßenwetterstationen (SWS) der Bundesländer.

Grafik: SWIS - das Straßen- und Wetterinformationssystem

Mittlerweile wird SWIS, das eine regionale Prognose der Wetterentwicklung ermöglicht, bundesweit von den Winterdienstorganisationen genutzt. Basis des SWIS sind neben den nationalen und internationalen meteorologischen Daten die Messwerte der Straßenwetterstationen der Bundesländer.

Straßenwetterstationen liefern aktuelle Daten

Foto: Straßenwetterstationen überwachen den Straßenzustand

Der Deutsche Wetterdienst erstellt unter Einsatz des neuen Straßenwettermodells METRo detaillierte Straßenwettervorhersagen für klimatische Regionen in NRW unterteilt nach Höhenstufen.

In NRW sind aktuell rund 270 Straßenwetterstationen (SWS) installiert. Die Straßenwetterstationen erfassen punktuell auf Brücken und in kritischen Streckenabschnitten meteorologische Daten (Lufttemperatur, relative Luftfeuchte und Niederschlag) und Straßenzustands-Daten (Oberflächentemperatur, Fahrbahn trocken oder feucht und Eisbildung).

Die Straßenmeistereien von Straßen.NRW nutzen diese Daten und insbesondere die Wettervorhersagen des Deutschen-Wetterdienstes, um den Winterdienst auf Bundes- und Landesstraßen zu planen und durchzuführen.

Die Ausrüstung für das Winterdienstfahrzeug
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Foto: Schneefräse

Der Fuhrpark des Straßen.NRW-Winterdienstes besteht aus rund 260 Straßen.NRW-eigenen LKW und Geräteträgern. Üblicherweise werden die Fahrzeuge im Herbst auf die bevorstehende Winterdienstsaison vorbereitet. Die Fahrzeuge werden dann von den Straßenwärtern mit Schneepflügen sowie Streumaschinen für Salz und Sole ausgerüstet.

Die einzelnen Schneepflüge haben unterschiedliche Größen. Die Standard-Frontschneepflüge haben eine Räumbreite von rund 3,00 bis 3,40 Meter. Die Gesamträumbreite eines Winterdienst-LKW Schneepflug beträgt somit rund vier Meter.

Die Streu- und Räumfahrzeuge sind mit Winterreifen und Schleuderketten ausgestattet. Diese Ketten werfen sich bei Bedarf auf Knopfdruck automatisch vor die Reifen der Hinterachse, um so die Traktion zu erhöhen und ein Durchdrehen der Räder auf einem glatten Untergrund zu verhindern. Außerdem im Straßen.NRW Bestand: circa 50 Spezialgeräte wie Schneefräsen und Schneeschleudern zur Beseitigung von Schneeverwehungen und Schneerandwällen.

Auf den Bundes- und Landesstraßen unterstützen Unternehmer mit rund 180 eigenen LKW die Straßenmeistereien im Winterdienst.

Die Ausrüstung für die Straßenwärter
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Foto: Straßenwärter im Einsatz

Jeder der rund 1.400 Straßenwärterinnen und Straßenwärter bei Straßen.NRW trägt ihre/ seine "Persönliche Schutzausrüstung" (PSA). Dadurch ist das Betriebsdienstpersonal im Einsatz -auch mit schwerem Gerät und an der Strecke - optimal geschützt.

Die "Soll-Ausrüstung" eines Straßenwärters/ einer Straßenwärterin bei Straßen.NRW besteht aus vier Garnituren Warnschutzkleidung (eine Garnitur besteht aus einer Arbeitsjacke und einer Bundhose oder Latzhose); zwei Garnituren Wetterwarnschutzkleidung (eine Garnitur besteht aus einem Wetterwarnschutzparka und einer Wetterwarnschutzhose); einer Warnschutzpilotenjacke, zwei Warnschutz-Fleecejacken oder Warnschutz- Softshelljacken sowie Warnschutzshirts.

Schutz vor Feuchtigkeit, Wind und Kälte

Welche Ausrüstung die jeweils richtige ist, hängt von mehreren Faktoren ab: Jahreszeit, Art der Tätigkeit, persönliche Vorlieben. Allerdings gilt nicht "Erlaubt ist, was gefällt". Jeder Straßenwärter/ jede Straßenwärterin kann vielmehr aus einem von Straßen.NRW vorgegebenen Produktkatalog die für ihn beste Lösung auswählen. Dieser Produktkatalog richtet sich nach den einschlägigen Arbeitssicherheitsbestimmungen und wird ständig überprüft, angepasst und gegebenenfalls erweitert.

Die Winterdienstbekleidung muss vor allem folgende Funktionen erfüllen: Vorgaben zur Arbeitssicherheit, Schutz vor Feuchtigkeit, Wind und Kälte. Dabei ist es nicht nur wichtig, dass möglichst wenig Feuchtigkeit den Weg von außen nach innen findet. Ebenso muss Feuchtigkeit von innen - Winterdienst ist trotz aller Kälte mitunter eine schweißtreibende Angelegenheit - möglichst effektiv nach außen abgegeben werden.

Erkennbar durch reflektierende Streifen

Die reflektierenden Streifen an der Warnschutzkleidung sind bei Straßen.NRW so angebracht, dass Verkehrsteilnehmer den Umriss eines menschlichen Körpers ("Bodylanguage") wahrnehmen können ("360 Grad Erkennbarkeit").

Ebenso im PSA-Katalog von Straßen.NRW: Funktionsunterziehwäsche, Sicherheitsschuhe mit Winterfutter und Nässeschutz, Funktionssocken, getönte Schutzbrillen, Handschuhe mit Nässe- und Kälteschutz, Baumwollmützen oder Basecap mit Ohrenschutz, Hautcreme gegen die Auswirkungen von Kälte und Wind.

Die Streumittel - Feuchtsalz und Salzsole
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Wenn Schnee und Glätte drohen, ist Eile geboten. Je eher gestreut wird, desto besser. Deshalb stehen die Fahrzeuge startklar, umgerüstet und beladen bereit, wenn die Straßenwärter zum Einsatz ausrücken.

Beim Streuen setzt Straßen.NRW angefeuchtetes Streusalz ein. Splitt und andere abstumpfende Mittel, etwa Sand, kommen auf den Straßen des überörtlichen Verkehrs wegen der fehlenden Tauleistung, nicht zum Einsatz.

Salzlager

Foto: Salzlager

Zum Start der Wintersaison Anfang November, lagern in den Salzhallen der Straßenmeistereien von Straßen.NRW sowie in den Außenhallen entlang der Winterdienststrecken rund 80.000 Tonnen Salz. Bei einem Lieferengpass kann zur Bedarfsdeckung auf eine zentrale Streusalz-Reserve von rund 40.000 Tonnen zurückgegriffen werden.

Die Außenhallen entlang der Strecke, mit einem Fassungsvermögen von 400 bis 1.200 Tonnen, dienen dem Nachladen der Streufahrzeuge.

Streusalz kann bei trockener Lagerung rund drei Jahre im Lager verbleiben. Zur Gewährleistung der Rieselfähigkeit, ist dem Streusalz ein "Antibackmittel" zugegeben, das ein Verklumpen des Streusalzes vermeiden soll.

Das von Straßen.NRW eingesetzte Streusalz wird im Salzbergwerk in Rheinberg-Borth (NRW) gefördert.

Angefeuchtetes Streusalz "FS30"

Foto: Befüllt wird das Fahrzeug per Radlader.

Straßen.NRW setzt angefeuchtetes Streusalz „FS30“ ein, das sich zu 70 Prozent aus Trockensalz und zu 30 Prozent aus Salzlösung zusammensetzt. Die Salzlösung weist eine Konzentration von 22% auf. Angefeuchtetes Salz haftet besser an der Fahrbahn und kann exakter dosiert werden, als Trockensalz. Es wird nicht so schnell verweht, der Salzverbrauch ist geringer, gleichzeitig bietet Feuchtsalz eine höhere Wirksamkeit als Trockensalz.

Ein Streufahrzeug kann pro Ladung etwa sechs Tonnen Streusalz befördern. Befüllt wird das Fahrzeug per Radlader.

Das Winterdienstfahrzeug im Einsatz
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Jedes Winterdienstfahrzeug im Netz einer Straßenmeisterei hat eine festgelegte Tour. In Abhängigkeit der Witterung und der Verkehrssituation werden die Straßen im Straßenmeistereibezirk gestreut und/oder geräumt. Die Reihenfolge der Bedienung ist entsprechend der verkehrlichen Dringlichkeit festgelegt. Maßgeblich für den Zeitbedarf zum Räumen bzw. Streuen des Netzes sowie für das wiederholte Räumen und Streuen aller Strecken sind die jeweiligen Umlaufzeiten. Die Umlaufzeiten betragen innerhalb eines Straßenmeistereibezirks bis zu zwei Stunden für das Streuen und drei Stunden für das Räumen.

Schnee räumen

Die einzelnen Schneepflüge haben unterschiedliche Größen. Die Standard-Frontschneepflüge der Straßenmeistereien haben eine Räumbreite von rund 3,00 bis 3,40 Meter. Ein seitlich am Winterdienstfahrzeug montierter Schneepflug kommt auf eine Breite von ca. 2,50 Meter. Grundsätzlich gilt die Ein-Personen-Besetzung von Winterdienstfahrzeugen. Abgewichen hiervon wir z.B. bei Räumeinsätzen, die mit Front- und Seitenschneepflug in Kombination durchgeführt werden, sowie Einsätze mit überbreitem Frontschneepflug oder sonstigen begründeten Ausnahmefällen.

Salz streuen

Foto: Streufahrzeug im Einsatz

Multifunktionale Feuchtsalz-Streumaschinen sind heute in der Lage, sowohl reine Salzlösung (FS100) zur Glätteprävention auf die Straße zu sprühen als auch angefeuchtetes Streusalz (FS30) auszubringen. Zum größten Teil erfolgt das Salzstreuen heutzutage computergesteuert. Streumaschinen mit sogenannten Thermomaten zur automatischen, temperaturabhängigen Streusalzdosierung kommen dabei zum Einsatz: Ein Infrarotthermometer erfasst berührungslos die aktuelle Fahrbahnoberflächentemperatur, der Bediener gibt die Feuchtigkeitsmenge auf der Fahrbahn vor; die Streugerätesteuerung (Bordcomputer) setzt die Werte automatisch in eine entsprechende Streudichte für das Streusalz um. So lassen sich Wirtschaftlichkeit und Ökologie unter einen Hut bringen.

Wichtig für alle Verkehrsteilnehmer: Streufahrzeuge im Einsatz sollten nicht überholt werden und stets Vorrang gewährt werden.

Foto: Thermomat

Diese Technik wurde in den 1990er Jahren bei Straßen.NRW entwickelt. Eine Begleitstudie in der Schweiz hat das Einsparpotential von 20 bis 25 Prozent bestätigt. Getreu dem Straßen.NRW-Motto beim Salzstreuen: „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“.

Die Innovation: Taumittelsprühanlagen
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Taumittelsprühanlagen kommen an besonders kritischen Stellen, wo sich schnell Glätte oder Winterstaus bilden, zum Einsatz. Etwa auf Brücken oder an Steigungsstrecken. In die Fahrbahn eingelassene Sprühdüsen in einem Abstand von fünf Metern sprühen das Taumittel (Salzsole) direkt auf die Strecke.

Auf der B54 (Hüttentalstraße, Region Sudwestfalen) befindet sich zwischen den Talbrücken Bockenbach und Holenstein auf einer Länge von 3,2 Kilometern eine Taumittesprühanlage.

Die Vorbereitung - Was Verkehrsteilnehmer tun können
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Auch wenn der Winterdienst bei Straßen.NRW auf vollen Touren läuft, können die Streu- und Räumfahrzeuge unmöglich immer und überall vor Ort sein: In der vierten Jahreszeit müssen Verkehrsteilnehmer deshalb immer mit Reifglätte, Eisglätte, Glatteis oder Schneeglätte rechnen. Aber es kann auch jeder selbst einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass alle möglichst sicher durch den Winter kommen. Hier einige Tipps und Hinweise:

Winterreifen aufziehen: Diese haben bei Temperaturen unterhalb von etwa 7 Grad Celsius und bei Eis und Schnee bessere Griffigkeitswerte als Sommerreifen.

Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage: Der hochspritzende Salzfilm der Straße kann in der Wintersonne schnell zu einer starken Sichtbehinderung (helle Schlierstreifen) auf der Frontscheibe werden.

Frostige Dachlasten entfernen: LKW-Fahrer sollten die Planen und Verdecke ihrer Fahrzeuge vor jeder Fahrt von Eis und Schnee befreien. Denn die Dachlasten können Unfälle verursachen, wenn sie beim Bremsen, Beschleunigen oder in Kurven vom LKW rutschen. Besonders gefährlich wird es, wenn Regen- oder Tauwasser über Nacht gefriert. Dabei können lebensgefährliche Geschosse entstehen. Im schlimmsten Fall fliegen die bis zu 100 Kilogramm schweren Eisplatten anderen Autofahrern in die Windschutzscheibe.

Wärmende Bordausstattung: Bei längeren Fahrten in Verbindung mit winterlichen Wetterverhältnissen sollten eine warme Decke und eine Thermoskanne mit Heißgetränk im Auto griffbereit liegen.

Wissenswertes zu Eis und Glätte

  • Blitzeis (meteorologisch "Glatteis"): Entsteht, wenn Regen auf gefrorenen Boden oder unterkühlter Regen (unter 0 Grad Celsius) auf den Boden fällt. Hierdurch entsteht eine sehr homogene und glatte Eisschicht.
  • Glatteis: Homogene Eisschicht, die durch Eisregen (Temperatur der Regentropfen unter null Grad Celsius) oder durch Regen auf eine unterkühlte Verkehrsfläche entsteht.
  • Reifglätte: Entsteht durch Gefrieren von Luftfeuchtigkeit auf der Verkehrsfläche. Häufiges Problem auf Brücken, wenn deren Fahrbahnoberflächen in der Nacht gegenüber der Luft unterkühlen und deren Temperatur unter null Grad Celsius fällt.
  • Schneeglätte: Entsteht durch das Festfahren oder Festtreten einer am Boden vorhandenen Schneedecke
  • Hagelschauer: Treten häufiger in Übergangszeiten oder im Sommer bei Gewitter auf. Da diese räumlich begrenzt und teilweise mit großen Niederschlagsmengen auftreten, sind sie eine große Gefahr für den Verkehrsteilnehmer.